Infoblatt für Auslandshunde - Home - SOS-Hundeherzen in Not e.V.

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                                                    Infoblatt für Hunde aus dem Ausland !
Sie haben sich für einen Hund aus unserem Tierschutzverein SOS Hundeherzen in Not e.V. entschieden?
Bei allen Fragen, die im Umgang mit Ihrem Tier auftreten mögen, sind wir gerne Ihr Ansprechpartner.
Kontaktpersonen :
Frau Matthe  Email: GabiMatthe@sos-hundeherzen.de

Da es sich um Hunde aus dem Ausland handelt:
Unsere Hunde werden mindestens 3 Wochen vor Ausreise geimpft , entwurmt und bekommen Floh/Zeckenschutz ! 
Trotzdem kann es leider immer wieder vorkommen das sie sich bis zur Ausreise erneut Würmer oder Flöhe einhandeln. 
Sollte Ihnen nach Ankunft des Hundes etwas aufallen, dann melden sie sich bitte bei uns! 
Meistens ist es mit einer weiteren Wurmkur (wir empfehlen Panacur) und gegen Flöhe Spot on oder Advantix getan.

Ankunft ins neue Zuhause:
Geben Sie Ihrem Hund genügend Zeit. Das gilt besonders für den Tag der Ankunft.
Der Hund sollte in aller ruhe sein neues Zuhause entdecken können.
Lassen sie den Hund langsam jede Ecke seines neuen Zuhauses erkunden.
Rufen Sie nicht unnötig nach Ihm, sondern warten Sie ab bis der Hund sich entschließt, zu Ihnen zu kommen.
Bedrängen Sie Ihn nicht, indem alle Familienmitglieder gleichzeitig auf ihn zugehen, ihn anfassen, rufen oder ihm Leckerlis zustecken. 
Am besten beobachten Sie ihn einfach.
Sprechen Sie ruhig und geduldig mit Ihm, nennen Sie seinen Namen und erschrecken Ihn nicht durch lautes gerede oder aufgeregte, bedrohlich wirkende Bewegungen.
Überfordern Sie Ihren Hund nicht, wenn Sie gleich Familie und Freunde einladen, längere Zeit außer Haus sind oder Aktivität an Aktivität reihen. 
Noch kann der Vierbeiner in seinem Verhalten nicht gefestigt sein, er weiß nicht ob er wirklich bei Ihnen bleiben darf - schließlich hat er schon mindestens zweimal ein Zuhause gewechselt. 
Denn auch unsere private Pflegestelle in Kroatien ist eine Heimat für Ihn gewesen.
Versuchen Sie dem Tier in all Ihrem handeln Sicherheit zu vermitteln.
Die Tiere sollten am Anfang doppelt gesichert werden! 
Das heißt Halsband und Geschirr falls sich die Fellnase aus eins von beiden raus reissen sollte, kann es trotzdem nicht weg laufen.

Ein geregelter Tagesablauf:
Geregelte Fütterungs- und Spazierzeiten, Liebevolle Beschäftigung wie Fellpflege, Spielen (keine Raufspiele oder "Machtkämpfe") und geistige Beschäftigung festigen Ihr Verhältnis.
Bitte beachten Sie, dass sich alle Familienmitglieder an dieselben Regeln halten und dem Hund nicht gestatten, was Sie ihm untersagen. Solche Inkonsequenzen sind für ein Tier schwer zu verstehen und verunsichern es nachhaltig. 
Zeigen Sie ihm klar welche Position er im neuen Rudel einnehmen darf und wer die Führung hat.
Seien sie Geduldig mit Ihm aber setzen Sie trotzdem klare Verhaltensregeln. Belohnen Sie gutes und falsches Verhalten bitte immer unverzögert damit er es gut verknüpfen kann.
Bitte vergessen Sie nicht, dass dieses Tier keine einfache Vergangenheit hatte und es wirklich verdient hat, dass Sie ihm als einschätzbarer Partner und Freund entgegentreten!

Durchfall oder Erbrechen nach der Ankunft?
Aufregend für die geforderte Hundeseele ist der Umzug in ein neues Heim:
Fremde Menschen, eine unbekannte Umgebung, ein ungewohnter Tagesablauf - das sind Faktoren, die auch beim stärksten Vierbeiner zu Verdauungsproblemen führen können.

Geben Sie dem Tier bei starkem (wässrigem) Durchfall kein Dosenfutter. Der Hund braucht jetzt leicht verdauliche Eiweißkost.
Füttern Sie Hüttenkäse mit gekochtem Reis oder mit gestampften Kartoffeln und gekochten Mohrrüben. 

Meistens normalisiert sich die Verdauung schon nach wenigen Tagen.
Sollte das nicht der Fall sein, suchen Sie bitte spätestens nach 2-3 Tagen Ihren Tierarzt auf oder rufen Sie uns an.
Wichtig: 
Durch den Durchfall verliert Ihr Hund beträchtliche Flüssigkeitsmengen. Stellen Sie immer frisch abgekochtes Wasser bereit!
Auch Erbrechen kann stressbedingt auftreten. Füttern Sie in diesem Fall bitte gar nicht und achten darauf, dass Ihr Hund genügend trinkt. 
Sie können ihm Wasser (eventuell mit Elektrolyten) anbieten. 
Auch hier gilt: 
Hält das Unwohlsein länger als 2-3 Tage an, konsultieren Sie bitte den Tierarzt.
In einigen Fällen könnten auch Würmer das Problem sein. Ebenso wenn sie bereits Würmer im Kot entdecken sollten, konsultieren Sie bitte den Tierarzt.
Da es viele verschiedene Arten von Würmern gibt sollten sie zur Abklärung und besseren Indentifikation Kotproben von mindestens 3-5 Stuhlgängen sammeln.
Unter anderem gibt es Herzwürmer, Spülwürmer, Bandwürmer, Lungenwürmer, Peitschen und Hakenwürmer.

Das Tier sollte immer regelmäßig die Entwurmung bekommen!

Mit Kindern im Haushalt ...
Wir raten dazu, Kinder und Hunde nicht alleine miteinander zu lassen. 
Es gibt Situationen die nicht vorhersehbar sind: 
So kann ein Kind dem Hund versehentlich Schmerzen zufügen, Ihm spielerisch kneifen, pieksen, stoßen, schubsen, Ihm Spielzeug oder Futter wegnehmen und plötzlich die Duldsamkeit des Tieres überschreiten. 
Möglicherweise schnappt der Hund in seiner Bedrängnis. Machen Sie Ihren Kindern deutlich, dass ein Hund kein "funktionierendes Spielzeug" ist, sondern ein eigenständiges Lebewesen. 
Eines mit Bedürfnissen und Empfindungen, die unseren gar nicht so unähnlich sind. Kein Kind wird sich dem Argument verschließen, dass ein Hund Schmerzen leidet, wenn er verletzt ist, unglücklich ist, wenn man ihn schlecht behandelt und trauert, wenn er seine geliebten Menschen verliert oder vermisst.

Wichtig: 
Erklären Sie Ihren Kindern unmissverständlich, dass ein Hund niemals gestört werden darf, wenn er
-frisst,
-schläft
-mit seinem Kauknochen oder seinem Spielzeug beschäftigt ist, 
-sich auf "seinen" Platz zurückgezogen hat,
-mit einem Artgenossen in eine Auseinandersetzung verwickelt ist.

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